Mentoring, ein Geschenk meiner Mentee

Dieses Anliegen hat mich sehr berührt: eine junge Wissenschaftlerin hat mich gefragt, ob ich für ein Jahr lang ihre Mentorin sein wolle.

Nachdem sie mir vorgestellt hat, was für Aufgaben ich damit übernehme, habe ich Ja gesagt.

Wir sind seit knapp drei Monaten miteinander verbunden. Emailen und telefonieren. Im September werden wir uns voraussichtlich auch persönlich treffen. Sie stammt nicht aus meiner Heimatstadt.

 

Gemeinsame Fragen und Antworten

Mich beeindruckt, mit welcher Ernsthaftigkeit diese junge Frau ihr Leben gestaltet. Sie stellt viele Fragen und stellt vieles in Frage.

Die Antworten darauf fallen mir nicht leicht. Denn ihre Fragen lösen auch bei mir tiefere Denkprozesse aus.

Die junge Frau interessiert mich. So schreibt sie etwa zum Wandern, was wir beide als große Freude teilen `Ich bin gerne unterwegs, damit ich dann auch gerne wieder zuhause bin. Das Unterwegs-sein ist mir tatsächlich wichtig, in Bewegung sein und auch Zeit für Ab- und Umwege zu haben.´

 

Lernen von und durch meine Mentee

Wow, dachte ich. Mir war es bisher eher peinlich, wenn ich beim Wandern Ab- und Umwege lief. Ich hielt mich für zu beschränkt, Karten richtig zu lesen oder mit Apps umzugehen. Wie gerade Himmelfahrt beim Wandern auf dem Bergischen Weg. Gleich am ersten Tag geriet ich auf einen Abweg. Der führte mich zwar durch das malerische Tal der Dhünn, nach Hilgen. Doch damit auch acht Kilomenter von meiner angepeilten Route weg. Ich wollte zur Lambertsmühle. Für den den Anschluss an meine Tagesetappe musste ich knappe acht Kilometer wieder zurück gehen. Denn eine Abkürzung einzuschlagen, kam für mich nicht in Frage.

Solche Ab- und Umwege sind sehr typisch für mich. Das habe ich längst für mich angenommen. Wenn auch mit einem Seufzer. Doch durch die Mentee lerne ich, dass Ab- und Umwege sogar begrüßt werden können. Diese Perspektive beschwingt mich. Ich lerne von meiner Mentee.

Damit erlebe ich unsere Verbundenheit als ein großes Geschenk für mich.

 

Mentoring Schulung c13

Um diesem Geschenk gerecht zu werden, habe ich mich für ein Mentoring Schulung angemeldet. Dort lerne ich, wie ich Mentoring ganzheitlich verstehen kann und wo die Grenzen zu Coaching, Seelsorge und Therapie liegen.

Denn wie sehr ich auch aus dem Erfahrungshorizont als reiferer Mensch, Ehefrau, Mutter, Christin, Angestellte und Freiberuflerin schöpfen darf und soll, so sehr bin ich eben auch keine Therapeutin, Seelsorgerin oder Coach.

Vielmehr kann und will ich meine Werte bewusst transportieren und meine Mentee begleiten, unterstützen und herausfordern, damit sie ihre Potenziale entdeckt und entfalten kann.

Das Training zum Mentoring bietet die Stiftung Bildung.Werte.Leben. an für Samstag, 29. August an. Noch sind Plätze frei.

 

Mit meiner Beratung kommen Sie schneller ans Ziel!