Wie mich als Fundraiserin mein Forststudium weiterhin prägt

 

Nun war ich mit der Andreas-Hermes-Akademie als Fundraising Trainerin für einen Bauerverband in Kampala, Uganda. Genau das war immer mein Traum: Das Leben von Menschen im ländlichen Raum in Entwicklungsländern stärken. Dazu habe ich damals, vor 25 Jahren, Forstwissenschaften studiert.

Wie kam es nun zu diesem Workshop? Die Antwort lautet: Über Irrungen, Wirrungen und Gradlinigkeit in einem. Hören Sie selbst.

Erstkontakt im Studium

Die Kommunikations-Expertin Dr. Andrea Teutenberg, die mich für diesen Workshop gewonnen hat, ist eine ehemalige Kommilitonin von mir. Wir haben gemeinsam in Göttingen Forstwissenschaften studiert. Damals war dieser Bereich noch mehr als heute eine reine Männerdomäne; von den etwa 120 Studierenden in einem Jahrgang waren zehn Frauen. Wir Frauen haben uns gegenseitig sehr wahrgenommen. Andrea fand ich spannend. Trotzdem waren wir nicht befreundet.

Zweitkontakt bei Bandauftritt

Doch die Forstwelt ist sehr klein. Und so trafen wir uns vor fünf Jahren bei dem Geburtstag eines gemeinsamen Kommilitonen wieder. Andrea trat dort als Sängerin mit ihrer Band auf. Ich tanzte zu ihrer Musik. Die Schnittmenge? Nix Forst. Nix Fundraising. Nur Fun und Freunde.

Drittkontakt via Social Media

Diese Begegnung gab uns beiden den Anstoß, uns bei Facebook, Twitter und Instagram wechselseitig zu folgen. Ich sah, wen sie wo überall schulte. Sie sah, für wen ich als Fundraiserin und Beraterin arbeitete. So behielten wir uns leicht im Blick.

Als ich dann meine Fotos zu meinem Fundraising Training dies Jahr im Mai in Namibia teilte, rief Andrea nur drei Tage später bei mir an. Ob ich so etwas auch für einen Bauernverband in Kampala durchführen könnte? Klar, antwortete ich spontan!

Besonderes Profil der Forstfrauen

Eine Woche sollten wir beide in Kampala unterwegs sein. Von Morgens bis Abends. Hatte ich irgendwann Bedenken, ob Andrea und ich uns nicht verstehen könnten? Nein. Kein Mal.

Von Anfang an war ich innerlich sehr sicher, dass wir nicht nur gut miteinander auskommen, sondern uns gut ergänzen würden. Begründet war meine tiefe Zuversicht mit unserem Forststudium. Denn damals kamen an unserer Forstuni Menschen zusammen, die gerne Erde an den Stiefeln haben. Das galt auch für uns Forstfrauen.

Wir betrachten die Natur unter einem nachhaltigen Nutzenaspekt. Für uns dient die Natur den Menschen. Wir sind Draußen-Menschen, für die es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung gibt. Wir trauen uns körperlich und geistig etwas zu. Diese Toughness ist bis heute mein Rückgrat für alles.

Außerdem sind wir beide schon mehr als 50 Jahre auf diesem Planeten, mit Kindern gesegnet und haben erlebt, wie kurvig das Leben jeweils verläuft.

Wie sollte es auf diesem Hintergrund jetzt bei unserer gemeinsamen Zeit knirschen?

Der Workshop war ein großer Erfolg, unsere geteilte Woche eine reiche Zeit.

Versöhnung mit Forststudium

So hadere ich wegen meines eigenen verschlungenen Berufswegs, den Sie hier nachlesen können, nicht mehr mit meinem Studium. Denn bis heute erlebe ich, dass ich darüber genau die Menschen kennengelernt habe und weiterhin kennenlerne, die mich zum Klingen bringen und definieren: Meinen Mann, unsere gemeinsamen Freunde und eben jetzt auch Andrea.

Für den Workshop mit seiner Frauen-Revival-Woche sowie seiner Führung meines Lebens danke ich Gott sehr.

Mit meiner Beratung kommen Sie schneller ans Ziel!