Danke an meinen Bruder oder wie mir Zahlen im Fundraising helfen

 

Ja, ich mag Zahlen. Insbesondere Kennzahlen, mit denen ich meine Performance messen kann. Das weiß ich spätestens seit meinem ersten Marathontraining. Da ging es um Herzfrequenz, Kilometer-Laufleistung, Tempo. Akribisch habe ich damals meinen Trainingsplan studiert und erfüllt. Bei Wind, Eis und Schnee bin ich im Wald gelaufen. Stetig habe ich gezählt und verglichen. Denn meine Hoffnung war, durch das Erreichen der Vorgaben den Marathon leicht bewältigen und dann sogar genießen zu können. Und so war es dann auch. Mein Ziel, unter vier Stunden ins Ziel zu kommen, habe ich mit dem Ergebnis von 3, 45 h übererfüllt. Ich lief eine Viertelstunde schneller. Der Marathon war einfach nur großartig.

Seitdem bekenne ich meine Liebe zu Zahlen. Sie orientieren und stärken mich.

Wachstums- und Migrationsraten insgesamt

So auch im Fundraising. Hier sind meine Kennzahlen neben dem obligatorischen Return on Investment, der absoluten Spendensumme, Anzahl der aktiven Spender und Responsequoten vor allem Wachstums- und Migrationszahlen. Erst die zeigen mir, wie das Fundraising tatsächlich aufgestellt ist. Sie verdeutlichen mir, wie gesund und robust das Fundraising mit seiner Bindungskraft ist.

Wachstumsraten im Quartalsvergleich

Doch bei absoluten Wachstumszahlen bleibt es nicht.

Mein Bruder, der als passionierter Mathematiker Wahrscheinlichkeitsrechnungen liebt (das sehen Sie oben im Foto), hat für mich berechnet, wie sich die Wachstumsrate des aktuellen Quartals jeweils im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal entwickelt hat. Dabei haben wir uns Dauerspender, Neuspender und Sporadische Spender angeschaut. Zu den Sporadischen Spender gehören u. a. die Großspender. Auf die Art der Berechnung und Definition der einzelnen Spendergruppen gehe ich hier jetzt nicht weiter ein.

Neben den Zahlen sehe ich über die grafische Darstellung auf einen Blick, wie erfolgreich bestimmte Maßnahmen waren; zum Beispiel eine Telefonkampagne oder Reaktivierung. Die Beurteilung der Aktion fällt mir dadurch leichter. Meine Erkenntnis ist fundierter.

Vorhersagen Migrationsverhalten

Doch dabei hat es mein Bruder nicht belassen. Er hat nicht nur die Gegenwart beschrieben, sondern auch einen Blick in die Zukunft gewagt. Er hat 23 verschiedene Parameter kombiniert, um das Migrationsverhalten einzelner Spender vorherzusagen. Auch hier gehe ich nicht tiefer auf die Mathematik mit ihren Algorithmen ein. Im Ergebnis erhalte ich pro Quartal eine Liste derjenigen Spender, die deutlich ihr Spendenverhalten ändern wollen. Die meisten sind auf dem Absprung. Deutlich heißt, mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent wollen sie nicht mehr Dauer- oder Sporadischer Spender sein.

Aus der zahlenbasierten Auswertung meiner Fundraisingmaßnahmen gewinne ich nun Ansatzpunkte dafür, wie ich diese Spender halten kann. Das ist wunderbar!

Und wunderbar ist, dass ich so Schritt für Schritt meine eigenen Kennzahlen und ihre Werte festlege.

Für diese Erkenntnisse und Lernkurven danke ich meinem Bruder herzlich.

Mit meiner Beratung kommen Sie schneller ans Ziel!