Dank ist kein Pingpong, sondern…

 

Das diesjährige Fundraising Symposium zu Donor Journeys war eine hochkarätige Veranstaltung. Für seine Organisation und Ausrichtung danke ich Matthias Daberstiel sehr: Lieber Matthias, deine Key Note Speaker waren ne Wucht! Sie haben mich stark inspiriert. Danke für dein gutes Händchen bei ihrer Auswahl!

So bin ich sehr in Gedanken versunken nach Hause gefahren. Auf Begriffen wie Touchpoints, on- und offline Spendenerlebnis oder Danksystematik kaue ich seitdem herum. Keine Sorge, die Plattform als kommende Alternative zu den jetzigen Fundraising Abteilungen habe ich nicht vergessen.

Ich verstehe, dass hier große Aufgaben und Umwälzungen vor uns liegen. Sie aus dem Alltag heraus anzugehen, ist eine ziemliche Herausforderung. Entsprechend freue ich mich, nächste Woche an einer Masterclass Fundraising in Schottland teilzunehmen. Am Loch Ness, jenseits des Alltags, vertiefe ich einen mir wichtigen Aspekt: die Danksystematik. Dazu habe ich hier bereits etwas aufgezeichnet.

 

Reaktiver Dank

Bislang ist der Dank bei mir doch sehr stark ein Pingpong-Spiel. Der Spender spendet, ich danke. Der Spender spendet, ich danke. Hin und wieder danke ich auch proaktiv, insbesondere den Großspendern und Dauerspendern. So kürzlich erst über die Jubiläumsurkunde. Doch unterm Strich danke ich reaktiv.

 

Dank für Gamechanger

Ziel des Danks ist das Gänsehaut-Wohlgefühl beim Spender. Er soll und darf sich mit dem Dank als Gamechanger fühlen. Denn er ist es. Deshalb besteht der Dank im Moment insbesondere aus diesen drei Elementen

  • Eingangsbestätigung der Spende
  • Dank
  • Darstellung der Selbstwirksamkeit des Spenders über eine Transformationsgeschichte von einem einzelnen Menschen

 

Nett, aber langweilig

Das ist zwar ganz nett, zugleich aber auch diffus und langweilig. Sowohl für uns Fundraiser als auch für die Spender. Letzteres ist erfolgskritisch. Der Dank führt zu keiner Entwicklung. Inspiriert nicht wie jetzt gerade mich das Fundraising Symposium, eröffnet keine neuen Perspektiven. Das ist schade.

 

Dank zur Bedürfnisbefriedigung

Deshalb habe ich fasziniert das ePaper von Adrian Sargeant `Learning to say thank you´ gelesen. Zu Adrians Masterclass fahre ich jetzt. Adrian nennt sechs Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen und damit zum Wohlgefühl eines Menschen beitragen. Es sind die Bedürfnisse

  • Kompetenz im Selbstausdruck
  • Autonomie zur Selbststeuerung
  • Verbundenheit mit etwas Größerem
  • Persönliches Wachstum und Entwicklung
  • Klarheit der eigenen Lebensziele
  • Akzeptanz durch andere

Alle Bedürfnisse können schlecht in einem Dank gleichzeitig befriedigt werden. Das wäre eine Überfrachtung, die schnell wieder diffus wirken könnte. Deshalb regt Adrian eine Auswahl von zwei bis drei Bedürfnissen an.

 

Dank zum Aufbau von Nähe und Involvement

Wir experimentieren jetzt mit einem mehrstufigen Dank, der Nähe zwischen Spendern und uns aufbauen und Involvement bewirken soll. Dabei konzentrieren wir uns auf die Bedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und Verbundenheit. Noch ist alles recht holprig. Die Masterclass kann unseren Weg glätten helfen. Darauf setze ich.

So stay tuned, denn unsere Erfahrungen teile ich in Kürze.

Mit meiner Beratung kommen Sie schneller ans Ziel!