Dies Buch hat mir als Großspender-Fundraiserin geholfen aufzuwachen. Denn ich war zu vertrauensselig. Also wurde ich ausgebootet.

Daraufhin entschied ich, so etwas nicht erneut zuzulassen. Sondern aktiv zu gestalten. Dabei half mir das Buch oben.

Machtgerangel ist allgegenwärtig. Also mitspielen oder untergehen.
Pfeffers erste Aussage heißt: Die Welt ist ungerecht.
Seine zweite: Kompetenz und Erfolge zählen nur mäßig für den beruflichen Erfolg.
Seine dritte: Willst Du überleben, musst Du um Macht kämpfen.
Machtkämpfe gehören für ihn zum Zusammenleben von Menschen dazu. Beruflich wie privat. Weil Menschen Ordnung wünschen, von der sie sich Sicherheit erhoffen.
Puh. Das klang für mich als Christin und Kopfmensch im Leistungsmodus gruselig. Doch wollte ich ja Änderung.
 
Zielgerichtet kämpfen ohne Bitterkeit
Also ließ ich mich auf diese schnörkellose Klarheit von Jeffrey Pfeffer ein. Probierte seine Brille aus. Bis sie mich überzeugte, weil ich durch sie schärfer sah. Ich verstand, wie ich in die Sackgasse ging mit meinem Abtauchen, Ausweichen, Mich-klein-machen.
Nun sehe ich besser. Ohne jede Bitterkeit oder Aggression. Mehr noch, ich freue mich auf das vor mir liegende Abenteuer!
Denn ich bin sensibler und handlungsfreudiger geworden.
 
Grenzen ziehen und verteidigen
Für mich bedeutet das nun, mehr auf die Menschen um mich herum zu achten. Ihr Verhalten zu beobachten. Zu erfassen und zu erfragen, was ihre Motive sind. Was sind ihre Ziele?
Ebenso ziehe ich seit der Lektüre stärker als bisher meine Grenzen und verteidige sie. Das wollte ich lange Zeit nicht. Denn ich hatte Angst, mit der Grenzziehung Sympathien zu verlieren. Doch genau das Gegenteil davon ist der Fall. Ich gewinne, indem ich Verbündete suche, Terrain abstecke und meine Stärke zeige. Mich einbringe.