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Heute widme ich mich bewusst nicht dem, was mir zufliegt. Das sind: Strukturen aufsetzen, planvoll arbeiten, Disziplin zeigen, Ziel fokussiert halten, Grenzen überschreiten und Neues entwickeln. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich das kann.
 
Teambuilding als Herausforderung Nummer eins
Stattdessen beschäftigt mich seit Monaten, wie Menschen mit deutlich unterschiedlichen Stärken ein Team bilden können und sich dabei gegenseitig stärken. Stärken. Nicht schwächen. Denn Letzteres ist der Supergau. Für jeden einzelnen. Für das Team. Für das monetäre Fundraising-Ergebnis Ihrer Organisation. Weil dann nicht abgeholt wird, was an Kompetenzen für den Fundraising-Erfolg Ihrer Organisation vorhanden ist.

Fallbeispiele aus meiner Biographie
So kenne ich an Rückmeldungen aus meinen unterschiedlichen Lebensstationen, dass andere wegen meiner Disziplin und Ziel-Fokussierung Angst vor mir haben. Oder ich ihnen wegen meiner Strukturiertheit unheimlich bin. Oder sie sich durch mich, mit meinen neuen Denkansätzen und meiner Ernergie, bedroht fühlen. Ich Unruhe in ihre Routinen bringe.
Dies Feedback ist negativ gemeint.
Lange Zeit habe ich diese Spiegelungen als Vorwurf und Kritik an mich heran gelassen. Teams deswegen verlassen. Mich verkrochen. An mir rumoptimiert.
Doch statt aufzublühen sind viele dieser Teams kurz nach meinem Weggang bedeutungslos geworden oder haben sich gleich ganz aufgelöst.
 
Perspektivwechsel
Deswegen betrachte ich mich jetzt anders. Ich bin nicht Teil eines Problems. Quatsch. Vielmehr bin gerade ich Teil seiner Lösung. Besonders wenn es gilt, die selbstzufriedene Kuscheligkeit eines Teams aufzulösen und in innovative Tatkraft zu wandeln.
Typen wie ich werden für notwendige Veränderungsprozesse sogar gezielt gesucht.
Die Frage ist nur: Wie können solche fordernden Charaktere produktiv integriert werden?
Deshalb habe ich seit Sylvester lange Gespräche mit meiner Schwägerin Dr. Bettina Hoffmann  geführt, die als zertifizierter Coach arbeitet.
Was meint sie? Und wie können Sie davon für Ihr Teambuilding und Ihre Leadership-Entwicklung profitieren? Hier die Antworten:

Ein gesundes Team braucht echte Führung
Die Verantwortung für ein gesundes Team liegt niemals bei einem einzelnen allein. Weder bei der Leitung, noch bei einem einzelnen Teammitglied.
Fest steht ebenso, dass ein Team Führung braucht. Kein Coaching. Sondern echte Führung.
Führung als Energie von außen, die das Team von außen zusammenschweißt. Führung als Orientierung auf das Ziel hin und stete Hilfe für die Mitglieder, die fachlichen und menschlichen Hürden auf dem Weg dahin gemeinsam zu meistern.
 
Stärken stärken und als Ressourcen nutzen
Lange schon gilt nicht mehr der Spruch, Schwächen bei einzelnen Teammitgliedern auszumerzen. Durch Super-Einzel-Coaching etwa.
Vielmehr steht an, die Stärken der einzelnen zu stärken. Sowohl fachlich als auch menschlich. Und Menschen mit ihren unterschiedlichen Stärken dann derart geschickt zusammen zu bringen, dass sie sich gegenseitig helfen.
Ja, bewusst helfen.
Helfen, nämlich trotz ihrer Schwächen bzw. blinden Flecken das ein oder andere doch mehr zu sehen, als wenn sie allein wären. Oder durch die Kombination mit anderen das ein oder andere besser hinzukriegen.
Damit wird aus der jeweiligen Stärke des einzelnen eine Ressource für den anderen und das Team.
Meine Schwägerin und diverse andere gute Menschenbeobachter wie Schulz von Thun, Ruhl-Consulting oder YouMagnus empfehlen dies Teambuilding über einen Dreierschritt.
 
Schritt 1) Benennen Sie die Stärken der einzelnen
Wie ticken die einzelnen Mitglieder Ihres Teams? Beschreiben Sie sich dazu einzeln, jeder für sich, und gegenseitig. Verwenden Sie positive Begriffe. Das kann Spaß machen. :-)
Nutzen Sie hier gern Typisierungen. Die sind durchaus ganz praktisch für einen niedrig schwelligen Einstieg. Das STAB-Modell arbeitet dazu mit den vier Archetypen Forscher, Bauer, Jäger, Wirt. Das DISG-Modell skizziert eher das Verhalten der einzelnen, mit Dominanz, Veranlassung, Unterwerfung und Einhaltung.
Dabei zeigt kein Mensch eine einseitige Ausprägung, weder vom Archetypen noch vom Verhalten, sondern präsentiert Kontext bezogen verschiedene Schwerpunkte.
 
Schritt 2) Identifizieren Sie die Lücken in Ihrem Team
Was fehlt in Ihrem Team?
Lücken können Gegenwerte sein. So ist ein Gegenwert zu meinem planvoll-disziplinierten Arbeiten etwa die Gelassenheit. Der Gegenwert zu meinem Strukturiert-sein hingegen ist eher das Spontane.
Doch Vorsicht! Jeder Wert hat nicht nur einen positiven Gegenwert, sondern auch eine negative Übertreibung. Das wäre bei der Gelassenheit die Trägheit, beim Spontanen das Chaos, oder beim planvollen Arbeiten die Steifheit.
Nutzen Sie auch hier zum Ausbalancieren die positiven Werte, nicht die negativen Übertreibungen.
 
Schritt 3) Füllen Sie die Lücken mit den Stärken der anderen
Wer kann wen wie ergänzen, damit es rund wird?
Über diese Frage gelangen Sie zur positiven Rolle und zu Aufgabenverteilungen für jeden einzelnen und somit zu einer echten Ergänzung. Die mehr ist als Duldung.
Mir, die ich gern Neues ausprobiere und dazu Risiken eingehe, könnte es beispielsweise gut tun jemanden an der Seite zu haben, der das Alte und Vertraute besonders schätzt und dies entsprechend formuliert. Oder jemanden, der besonders darauf achtet, bei jeder Veränderung, wie mini-klein die auch ist, andere Menschen explizit mitzunehmen.
Mein Partner ist dabei jeweils nicht der Bremser, sondern der, der mir sagt: Obacht, nur so wird ein Schuh draus.
Im Umkehrschluss bin ich mit meiner begründeten 80%-Perfektion-reichen-Regel eine Wohltat für denjenigen, der in Genauigkeit aufgeht und dabei seine Aufgaben nicht packt. Oder ich helfe demjenigen, der große Fundraising-Träume hegt, sie methodisch sauber aufzusetzen und zielgenau zu erreichen.

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Er sagte, zwischen 15. und 20.000 Euro spenden zu wollen. Dann spendete er im Herbst letzten Jahres 10.000 Euro - das war, na klar, schon super! Zumal auf meine Reaktivierung nach zwölf Jahren Spendepause. Doch diesmal wollte ich wirklich 20.000 Euro... :-)

 

Also fragte ich ihn gleich Anfang dieses Jahres nach seiner neuen Spendenbereitschaft. Ich erreichte ihn telefonisch. Yep, so er. Wieder 15./20.000 Euro.

 

Diesmal zögerte ich nicht lange. Nahm ihn, nahm mich ernst. Drei Wochen später hatte er seine präzise Spendenbitte, mit Inhalt und Betrag 20.000 Euro. Per Email, als PDF. Eine Woche später kam die Überweisung. Eine Spende von 20.000 Euro.

 

Wow, dachte ich: Der Spender - ein toller Typ. Ein Mann, ein Wort.

 

Und unterstrich für mich noch mal: Upgraden der Spender ist mein Job als Großspender-Fundraiserin. Nicht ihr Downgraden. Downgraden, aus welchen trefflichen Gründen aus immer. Das machen die Großspender von sich aus ganz alleine.

 

Ich muss und will immer nach höheren Spenden fragen. Nach genau den Spenden, die ich auch erhalten will. Damit die Arbeit meiner NPO läuft. Und sie wächst.

 

Für mich als Großspender-Fundraiser zählt allein der Satz "You don´t get what you don´t ask for".

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Wieder eine Großspende! Von einem Großspender. Diesmal 20.000 Euro. Für Kinder in Afrika, Zimbabwe. Durch Kaltakquise am Telefon. Und anschließende Kommunikation per Email, für Antrag und Vereinbarung. Zeit von erster Kontaktaufnahme bis Überweisung? 7 Wochen.

Nix tausend Jahre Beziehungsaufbau bis die Spendenfrage passt. Stattdessen sofort Spenderergründung und Ernst-Nehmen des Spenderwunsches.

 

Hilfsmittel: Suchfilter, passende Projektauswahl im Vorfeld, PDF zum Antrag, Links zur Website, Termintreue, Storytelling, eigene Stimme, Freude am Telefonieren.

 

Externe Kosten: 0.

 

Keine Agentur. Never. Nirgends. Weder zum Prospect Research, Türöffnen, zur Antragserstellung, Telefonie oder Fotografie.

 

Alles self-made von mir durch Nutzen und Anpassen des Vorhandenen.

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Ein Albtraum! Sie haben Ihre Spender zu einem echt coolen Event eingeladen. Mit klasse Gesprächspartnern aus dem Feld. Es gibt lecker Häppchen. Die Einladungskarte sah umwerfend aus. Ihre Garderobe steht. Doch… Keiner kommt. Keiner sagte vorher ab. Ihr Magen krampft. Wie gehen Sie jetzt weiter vor? Einfach alle zum nächsten Event wieder einladen? Weil steter Tropfen den Stein höhlt? Weil Sie nach zehn Jahren schon eine Zusage erhalten, das zeigt doch Ihre Erfahrung? Weil dann genau der eine Gast zählt?

 

Aufgabe #1: Spenderwünsche erfüllen

Ich weiß nicht recht, ob diese Einstellung Sie tatsächlich weiter bringt. Ob Sie so tatsächlich wirksame Bindungsangebote schaffen. Ob Sie so dem Spender das bieten, was er sich von Ihnen zu erhalten erhofft. Doch ich weiß, dass `Spender glücklich machen´ genau Ihre und meine wichtigste Aufgabe ist. Wer dem Spender zuhört, ihn fragt, be- und nachfragt und dann das Gehörte zur Begeisterung des Spenders umsetzt, ist auf dem Weg zum Super-Fundraiser. Mark Phillips von Bluefrog hat das in seinem charmanten Cartoon so festgehalten:

 

 

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